Projekt Friedensstifter
Ziel des Projekts
1. Jugendliche werden befähigt, Gewalt zu erkennen und zu benennen
2. Jugendliche werden ermutigt: gewaltfreie Alternativen in Konfliktsituationen zu entwickeln und auszuprobieren.
3. Jugendliche entwickeln ein aktivierendes Selbstverständnis: Jugendliche/r und Friedensstifter/in zugleich zu sein
Die Jugendlichen nehmen an einem 2-tägigen Training (16 U-Stunden) teil.
Inhalte der Schulung
Sensibilisierung für alle Formen der Gewalt:
Definiere den Begriff Gewalt
z. Bsp.:
Ein Metzger schlachtet ein Kälbchen
Die Aussage Dummkopf von einem Lehrer an einen Schüler
Jemand nimmt ungefragt etwas aus deiner Tasche
Vertrauen entwickeln in die eigenen Fähigkeiten Gewalt zu begegnen:
Teamspiele bei denen es immer wieder darum geht Grenzen zu setzen, auch mal über den eigenen Schatten springen
Ideen zu Fallbeispielen- erkennen- das kann ich auch
Christliche Wurzeln friedenstiftenden Handelns
„geh hin mit Frieden“ viele Segenswünsche enthalten den Begriff Frieden
Ps 34,15: Lass ab vom Bösen und tu Gutes; suche Frieden und jage ihm nach!
Mt 5,9: Selig sind die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen.
Zum Thema Zivilcourage/Grundregeln
1. Ich helfe, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen.
2. Ich fordere andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf.
3. Ich beobachte genau und präge mir Tätermerkmale ein.
4. Ich organisiere Hilfe unter Notruf 110 (A=122).
5. Ich kümmere mich um Opfer.
6. Ich stelle mich als Zeuge zur Verfügung.
Erprobung von aktivem, gewaltlosen Handeln und Verhalten in Krisensituationen
Praktische Übungen/Fallbeispiele
Hilfe holen und Verantwortung übernehmen
Wie bei „Zivilcourage“ gelernt, hilflos gibt es nicht- eingreifen geht vielleicht nicht immer -aber 110 ist in dem Fall die Nummer gegen Kummer
Auch hier wird mit Teamspielen bzw. Fallbeispielen geübt
Mehr zum Projekt auch unter: www.friedensstifter-baden.de
[mygal=friedensstifter]
Donnerstag, 2. Juli 2009
[mygal=bern]
„Das Wunder von Bern“ – Die Radtour
55 Jahre nach der grandiosen Leistung unserer Fußballnationalmannschaft in Bern machten wir, Jugendliche des CVJM Linkenheim, uns mit einem Kader von 19 Jungs und Mädels, darunter Dany, Ruben, Tschoo und Joggl als Leiter, auf den Weg in die Schweizer Hauptstadt. Allerdings mussten wir unser sportliches Können bereits auf dem Weg dorthin beweisen. Am Samstag, den 30. Mai, starteten wir, nach einem ausgiebigen Frühstück, kurz vor acht mit unseren Rädern am Kirchplatz. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen blies uns ein traumhafter Rückenwind in den Süden bis nach Straßburg.
Wir hatten hier sogar noch Zeit für eine kurze Stadtbesichtigung. Nach weiteren 1 ½ Stunden Fahrt und 130 Tageskilometern erreichten wir unseren ersten Übernachtungsplatz – das Gemeindehaus in Altenheim. Poposchmerzen und andere Wehwehchen waren nach dem leckeren Abendessen unseres ***** – Kochs Tschoo bald vergessen. Am nächsten Tag passierten wir bereits gegen 10 Uhr den Europapark, nach dessen Achterbahnen sich vermutlich in diesem Moment etliche schwer beladene Radfahrer sehnten. Mittag machten wir im „heimatlichen“ Hochstetten und fuhren dann gestärkt bis nach Efringen-Kirchen, unserem zweiten Übernachtungsplatz. Am dortigen Rheinufer konnten wir uns noch etwas im Fluss abkühlen, bevor wir nach 111 km endgültig am Gemeindehaus ankamen.
Rückenwind hatten wir auch auf unserer letzten Etappe, was uns bei der einzigen nennenswerten Erhebung unserer Tour, dem Oberen Hauenstein (734 m), zugute kam. Um 9.30 Uhr überquerten wir die Schweizer Grenze und erreichten abends nach insgesamt 360 km das Berner Ortsschild. Unser Zeltplatz lag an einem schönen Flecken direkt an der Aare, wo wir für die restlichen fünf Tage blieben. Nachdem sich alle erholt hatten, startete am Dienstagmorgen unsere Bibelarbeitsreihe zum Thema „Wunder“. Am Tag darauf erweiterte sich unsere Gruppe um zwei Leute, Ralf und Ingo, die von zu Hause mit Booten und Kajaks, nicht den Rhein herauf gepaddelt kamen, sondern mit dem Auto zu uns fuhren.
Die nächsten Tage gab es dann ein abenteuerreiches Wahlprogramm von Kajak bzw. Raft fahren über Klettern und Hardcore Biking. Gepaddelt wurde auf der Aare oder, wie am letzten Tag, auf der etwas wilderen Simme. Vom Klettern kehrten am Donnerstag alle mit lachenden Gesichtern zurück und bei den Radfahrern, die sich auf die knapp 2000 m hoch gelegene Große Scheidegg geplagt und anschließend die traumhafte Abfahrt genossen hatten, waren ebenfalls alle froh, sich dieser Herausforderung gestellt zu haben. Fußball haben wir natürlich auch gespielt und darüberhinaus unsere ganz eigenen Wunder auf der Freizeit erlebt, die von Anfang bis Ende auf zwei fantastischen Grundlagen aufbaute: eine tolle Gemeinschaft und strahlender Sonnenschein. Gottes Wirken wurde an jedem einzelnen Tag spürbar. Auf der gesamten Tour ging uns lediglich einmal die Luft aus: an Joggls Anhänger. Beim Klettern passierte nichts und auch bei einem Sturz mit dem Rad ist alles gut ausgegangen. Nach einem traditionellen Pizzaessen am letzten Tag machten wir es uns zum letzten Mal im Schlafsack gemütlich – und siehe da: die ersten Regentropfen fielen. Diese waren dann beim Zeltabbauen am Samstag schon wieder getrocknet und wir konnten gegen 13:00 Uhr die Heimfahrt antreten.
Vielen Dank an all die Fans, die uns zu Hause begrüßen kamen und die für uns gebetet haben! Und vor allem vielen Dank an unseren Coach, Jesus, der uns die gesamte Woche über beschützt hat!